Online-sein ist eine Selbstverständlichkeit. Egal welches Unternehmen, welche Branche oder gar welcher Verein, den Kunden trifft man auf dem Weg zum lokalen Handwerksbetrieb erst einmal im Web. Bleibt jedoch die Frage, wie und noch wichtiger wer gestaltet eine solche Webpräsenz für den Händler?
Während es in der Automobilbranche Gang und Gebe ist, dass Markenhändler mit einer zentral vom Hersteller gesteuerten Website ausgestattet werden, scheint es in anderen Branchen kein klares Muster zu geben. So etwa im handwerklichen Bereich. Um die anfallenden Entscheidungsprozesse zu bewerten, stellen wir Ihnen hier die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten der Website-Erstellung vor.
Prinzipiell bieten sich den Handwerksbetrieben drei Möglichkeiten:
- Preiswerte oder nahezu kostenfreie Online-Serviceangebote zur Do-it-yourself Website-Erstellung, z.B. bei 1&1 http://firmenhomepage.1und1.de/holzverarbeitung?

- In Eigenregie eine kleine Webagentur mit der Erstellung beauftragen, z.B.
http://www.handwerker-internetagentur.de/
- Vorhandene Angebote der Marke oder des Fachgroßhandels nutzen
wie z.B. der Großhändler http://www.zajadacz.de (DEHA Gruppe) über das Partnerprogramm Elektroteff (siehe Bild) anbietet: http://www.elektrotreff.de/
Vor- und Nachteile der Lösungen im Überblick
|
Kriterien* |
Online- Serviceangebot |
In Eigenregie mit Webagentur |
Markenangebot |
| Preis |
++ |
- - |
+ |
| Gestaltungsfreiheit |
~ |
++ |
- |
| Aufwand bei der Erstellung |
- |
~ |
+ |
| SEO Ranking der Website |
~ |
~ |
+ |
| Aktualität der Produktinformationen auf der Website |
- |
- |
++ |
| Beratung/Hilfestellung des Dienstleisters |
- - |
++ |
+ |
| Erweiterungspotential |
- |
- |
+ |
*Die Kriterien reichen von –(sehr unvorteilhaft) bis ++ (sehr vorteilhaft). Die Bewertungen sind als allgemeine Einschätzung zu verstehen, einzelne Angebote können in den verschiedenen Kategorien selbstverständlich abweichen.
Online-Serviceangebote : Simpel aber wenig professionell
Die Online-Serviceangebote zum Website erstellen sind zahlreich. Darunter finden sich zahlreiche kostenlose wie auch weniger preisgünstige Angebote. Greift man auf eine „Billig-Version“ zurück, dann leidet hierbei das Image, denn die Designauswahl dieser Angebote ist meist sehr beschränkt. (Z.B. http://www.handwerker-bietigheim.de/ , http://handwerkerweiland.de/ oder http://www.aheld-handwerker.de/ ).
Texte, Bilder oder sonstige Angebote stellt man in der Regel selber ein, es sei denn man will auf tlw. vorgefertigte Standardlösungen zurückgreifen. Insgesamt ist der Kunde auf sich selbst angewiesen. Und der Kundenservice kann dem User hierbei schnell Probleme bereiten (kostenpflichtige Hotlines, lange Wartezeiten). Dementsprechend muss ein Handwerksbetrieb viel Zeit und Energie in das Projekt Website stecken.
Zudem muss der Vertriebspartner sich eigenständig um eventuell anfallende Modernisierungs- oder Wartungsarbeiten bemühen und selbst auf die Aktualität seiner Inhalte achten. Da hierfür oftmals die Zeit fehlt, leidet das Webangebot oft unter mangelnden Updates. (Z.B. nicht mehr gültige Angebote, etc.)
Um professionell einen Kunden im Web zu überzeugen, reichen diese kostengünstigen Servicepakete meist nicht aus. Nur wer massiv eigene Zeit investiert und große Photoshop-Affinität hat, wird eine für den Nutzer interessante Webpräsenz erstellen können.
In Eigenregie mit Webagentur : Aufwendig – sowohl finanziell als auch zeitlich
Beauftragt ein Handwerksbetrieb eine Webagentur mit der Erstellung einer eigens nach seinen Wünschen gestalteten Website, dann bekommt er zwar einen maßgeschneiderten Auftritt, muss aber tiefer in die Tasche greifen. Als Gegenleistung hat er, je nach Agenturgröße, einen qualifizierten Ansprechpartner, der ihm zur Verfügung steht. Die Inhalte und deren Aktualität unterliegen aber auch bei diesem Modell allein der Verantwortung des Handwerkers und die Aktualisierung über eine Standard-CMS ist oftmals noch komplexer als die Nutzung eines Online-Serviceangebots. Übernimmt die Agentur das Update der Seite, entstehen entsprechend umfangreiche laufende Kosten.
Präsentiert der Handwerksbetrieb hierzu Marken und Produkte, ist man bei dieser Lösung ebenso wie bei den Online-Serviceangeboten mit der Frage konfrontiert, ob ein inhomogenes und ggf. auch ungepflegtes Webangebot des Vertriebnetzes nicht negativ auf eine Marke zurückfallen kann.
Eine Webagentur zu beauftragen lohnt sich also vor allem für sehr große Betriebe mit eigener IT- und Marketing-Abteilung, die grafisch die Standards der Marken respektieren können, aber Flexibilität bei der Einbindung der Webkommunikation in interne Prozesse benötigen.
Markenangebot : Trägt den Ansprüchen im Handwerk optimal Rechnung
Stellt die Marke oder der Fachgroßhandel dem Handwerksbetrieb eine Website zur Verfügung, dann bedeutet dies zweierlei: Einerseits, das Design ist zum Teil vorgeben, der Händler muss also Abstriche bezüglich der Gestaltungsfreiheit in Kauf nehmen. Andererseits gewinnt er an Zeit. Da die Inhalte tlw. zentral gesteuert werden, ist gewährleistet, dass essentielle Informationen (Produkte, Sonderangebote, etc.) stets auf dem aktuellen Stand sind und der Handwerker verliert weniger Zeit mit dem Überprüfen und Einpflegen neuer Inhalte. Bei Angeboten, welche von der Marke zentral gesteuert werden, kann sich der Handwerksbetrieb für Modernisierung- oder Wartungsarbeiten voll auf die Marke verlassen. Er muss sich nicht selbstständig über die neuesten Trends im IT-Bereich informieren. Preislich gesehen, kommt ihn diese Möglichkeit nicht viel teurer zu stehen, als eine Website eines Online-Services. Dies hängt unter anderem auch von der Marke ab, die den Handwerksbetrieben finanziell sehr attraktive Angebote unterbreiten kann, die z.B. über Werbekostenzuschüsse verrechnet werden können.
Webseiten, die vom Fachgroßhandel angeboten werden, können hier ebenso interessant sein. Zwar spielt das Corporate Image des Fachgroßhandels keine große Rolle, da dieser meist für den Endkunden nicht in Erscheinung tritt, allerdings besteht die Möglichkeit einen Online-Shop mit dem Sortiment des Großhandels zu intergieren. Meistens kommt aber auch hier das Image der Marken zu kurz (z.B. http://www.elektro-kogel.de/shops/shop10002412/ oder http://www.elektrotreff.de/shops/shop10001893/ ) Deswegen kommt das durch eine Marke gesponserte Modell den Bedürfnissen eines Handwerksbetriebes am besten entgegen. Es erfordert weder ein hohes zeitliches Engagement noch fällt es besonders teuer aus. Dennoch liefert es sowohl für die Marke als auch den Handwerksbetrieb einen hohen Mehrwert.
Fazit:
Will der Handwerksbetrieb seinen Kunden im Web professionell überzeugen und gleichzeitig Zeit und Geld sparen, erscheint eine Website, die von einer seiner Haupt-Marken angeboten wird als die beste Lösung. Dies ermöglicht dem Handwerker nicht nur einen professionellen Webauftritt ohne viel Aufwand, sondern bietet gleichzeitig auch einen Preisvorteil. Denn von einem überzeugenden Internetauftritt profitiert die Marke ebenso wie der Handwerker.
Die Marke kann ihr Corporate Image über das Vertriebsnetz hinweg garantieren und den Handwerksbetrieb als zusätzlichen Kommunikationskanal nutzen. In diesem Punkt sind die Markenangebote auch denen des Fachgroßhandels vorzuziehen, der die Website-Gestaltung des einzelnen Händlers zwar begleiten kann, aber weniger auf die Umsetzung eines professionellen Markenimages achtet.
