Social Gaming und Serious Games sind zwei Trends, die sich bei den Marken immer weiter durchsetzen und auch im Handelsmarketing eingesetzt werden können. Lesen Sie in einer kleinen Zusammenfassung, was man darunter versteht und welche Vorteile sich für Ihr Vertriebsmanagement ergeben können.
Was ist Social Gaming?
Durch Social Gaming werden die User sozial vernetzt und übernehmen selbst das Marketing für eine Marke oder ein Produkt. Beispiel: Eine Marke bringt ein Spiel auf einem sozialen Netzwerk heraus, wirbt über seine Händler und Vertriebspartner für es und dieses Spiel hat ein Produkt der Marke zum Inhalt oder wird versponsort. Der Spieler wirbt neue Mitspieler und postet fleißig seinen Spielstand auf seiner Pinnwand. Und schon wird das Produkt automatisch vermarktet und für Ihr Handelsmarketing nutzbar. Das hohe Potential liegt im Community-Aspekt und dass Spieler durch Belohnungen animiert werden, weitere Spieler anzuwerben. Durch den viralen Effekt läuft Ihr Handelsmarketing wir von selbst.
Was macht Social Gaming so erfolgreich?
Social Gaming charakterisiert sich durch ein einfaches Spielprinzip. Alle können ohne Vorkenntnisse sofort losspielen. Zudem sind diese Spiele nicht zu zeitaufwendig, man kann sie also mal schnell in der Mittagspause spielen, sei es als Kunde oder gar der Händler oder Vertriebspartner selbst. Die Spiele sind meist periodisch, damit die User regelmäßig spielen. Wenn zum Beispiel bei einem Erntespiel ein Feld abgeerntet ist, muss der Spieler erst aussähen und warten bis etwas Neues gewachsen ist. Er darf jedoch nicht zu lange warten, weil sonst die Ernte verfault. In den Spielen muss also immer etwas aufgebaut werden. Der User sieht, was er erschafft, bekommt seinen Status und den der anderen Spieler angezeigt und wird so zu immer mehr animiert. Bestimmte Levels müssen erreicht werden, um Dinge freizuschalten und die anderen auszustechen. Die Spiele sind mit sozialen Netzwerken verknüpft und die Mitspieler werden auf der Pinnwand auf dem Laufenden gehalten. Die Spieler müssen nicht ständig online sein, wenn die anderen auch online sind. Jeder spielt für sich, aber interagiert doch mit den anderen. Mit diesen Browser-Games gibt es keine technischen Hürden und die Spiele sind in der Regel kostenlos. Die Viralität sorgt dafür, dass sich das Spiel weiter verbreitet. Gerade im indirekten Vertrieb kann ein solches Spiel frischen Wind in das Handelsmarketing bringen. Der Verbraucher – und auch Händler – nimmt die Marke in einem neuen Licht wahr und sieht, dass sie den Anforderungen, die das Web 2.0 mit sich bringt, gewachsen ist.
Der Vorteil ist, dass auch mittelständische Unternehmen Social Games für Ihr Handelsmarketing produzieren können, da diese einfach strukturiert sind und so einen vergleichsweise geringen Programmieraufwand voraussetzen. Somit wird der Wettbewerb in 2011 zunehmen.
Beispiel: Farmville war 2010 auf Facebook ein großer Erfolg.
Das Spiel besteht darin, einen Hof mit Feldern aufzubauen. Bei jeder Ernte bekommt man virtuelles Geld, mit dem man neuen Samen kaufen kann und die Plantage vergrößern kann. Je nachdem, wie viel Geld man verdient, werden Levels freigeschalten, und man hat eine größere Auswahl an Samen, Tieren, Gebäuden und Bäumen. Außerdem kann man Tiere finden, diese auf seiner Pinnwand posten, die dann von den anderen Mitspielern adoptiert werden können. Man kann seine Freunde beschenken oder ihnen Material schicken, mit dem sie zum Beispiel Pferdeställe bauen können. Diese Idee inspiriert Sie noch nicht für Ihr Handelsmarketing? Vielleicht interessieren Sie sich eher für Serious Games, wie sie im Folgenden beschrieben werden…
Was sind Serious Games?
Serious Games sind Spiele, die zu pädagogischen Zwecken von Institutionen, Unternehmen oder Krankenhäusern eingesetzt werden. Die Software kombiniert eine ernsthafte Absicht mit spielerischen Elementen. Die Spiele sollen erziehen, aus- oder weiterbilden. Viele Unternehmen haben heute ihre eigenen Videospiele zur Weiterbildung. Unternehmen mit indirektem Vertrieb können Ihre Händler etwa durch solche Serious Games weiterbilden, um so Abwechslung in das klassische Vertriebsmanagement zu bringen. Oder durch eine geeignete Handelsmarketing-Aktion den Endkunden über ein solches Spiel auf die Marke aufmerksam machen.
Art der Nutzung
• Werbe-Kampagne
• Awareness Kampagne
• Corporate Training
• Team-Building
Beispiele: Food Force, Global Conflicts, Remission
„Food Force“ ist kostenlos auf der Homepage der Vereinten Nationen verfügbar. Der Spieler muss hungernde Menschen mit Lebensmitteln versorgen.
In „Global Conflicts“ ist der Spieler ein Reporter, der über die Auseinandersetzungen im Nahen Osten berichtet.
„Remission“ richtet sich an krebskranke Kinder. Die Patienten zielen auf Krebszellen und sollen so lernen, ihre Krankheit zu verstehen.




