Wer hat heutzutage kein Profil auf Facebook, MeinVZ, studiVZ und Co.? Auch Unternehmen mischen im Social Web ordentlich mit.
Wie können Unternehmen Social Media nutzen?
Große Unternehmen wie Adidas und McDonald’s haben bereits Firmenprofile auf Facebook, Twitter etc. und nutzen diese für ihr Marketing. Soziale Netzwerke bieten viel Spielraum. Sie ermöglichen den direkten Kundendialog mit den „Friends“ und „Followern“. Der Trend geht dahin, dass Marken ihre Markenkommunikation, Image-Werbung, PR und Unternehmenskommunikation samt Corporate Identity in soziale Netzwerke verlagern. Mit vielen Meinungsführern als Freunde bleiben die Streuverluste gering. Krisen-PR wird schneller und zeitnah. Zudem werden immer mehr Element aus dem Netz direkt in die Netzwerke integriert: Videos aus YouTube werden direkt in Facebook abgespielt, Bilder-Links und verkürzte URLs werden angezeigt. User nutzen weniger einzelne Portale. Die Verweildauer in den sozialen Netzwerken seigt. Auch Social Media Hubs werden immer mehr (Beispiel: The Ottawa 67’s Hub). Allgemein gilt: Social Media Kommunikation sollte transparent und regelmäßig sein. User merken sofort, wenn ein Unternehmen nicht selbst twittert oder postet.
Wer Social Media als Bestandteil seiner Unternehmenskommunikation nutzen will, sollte vorweg mit einer Social Media Analyse beginnen. Wie groß ist die Reichweite, wie genau kann die Zielgruppe adressiert werden, auf welchen Netzwerken agiert die Zielgruppe, wer sind die Meinungsführer, wie sieht der Return of Investment (ROI) in Sachen erzeugter Leads, Klicks und Verkäufe aus? Bereits heute gibt es Tracking-Systeme, die umfangreiche Analysen liefern. Zu den kostenpflichtigen gehört Radian6. Aber es gibt auch kostenfreie Analyse-Systeme und manche Netzwerke haben schon einfache Analyse-Systeme integriert, um überwiegend Auskunft über den Traffic zu geben. Diese Systeme werden immer ausgereifter.
Auch Apps und Games sind in sozialen Netzwerken sehr beliebt. Die Spiele sind kostenlos, dienen dem Zeitvertreib, der Unterhaltung und dem Miteinander-Spielen. Beim gemeinsamen Spiel entstehen Kontakte. Marken können über Games mit Brand-Inhalten Aufmerksamkeit für die Marke und Produkte erzeugen.
Nicht zuletzt werden die sozialen Netzwerke immer mobiler. Apps von Social Media Tools für Smartphones erfreuen sich großer Beliebtheit. Für User, die ein Smartphone besitzen, gehört es zum Alltag Posts und Nachrichten über das Mobiltelefon abzurufen.
Bewertungen und Sharing sind feste Bestandteile sozialer Netzwerke. Durch den „Like Button“ können Produkte, Unternehmen und Informationen bewertet werden. Die Bewertungen können innerhalb der Gemeinschaft geteilt werden. Der User generiert so selbst Content.
Facebook und Twitter haben kein Monopol. Der Wettbewerb wird immer größer. Noch stehen Facebook und Twitter auf internationalem Niveau auf dem ersten Platz, doch die Konkurrenz schläft nicht. So sollen Diaspora und Google Me den beiden bald die Stirn bieten. Auf regionaler, lokaler und Community Ebene haben andere Netzwerke bereits eine wichtige Stellung. Unternehmen erstellen oft eigene Community-Bereiche (Beispiel: Handelskammer Bordeaux).

