
Große Hoffnungen setzt der Hightech-Verband Bitkom seit 2007 in Online-Shops: für 2010 werden durch den Internetverkauf 781 Milliarden Euro Umsatz erwartet. Tatsächlich entdecken zunehmend auch kleine Unternehmen die Möglichkeiten von E-Shops für sich – der Trend setzt sich fort.
Was beim Aufbau eines Shopsystems zu beachten ist und welche Entwicklungen es im E-Commerce gibt, zeigt die durch ibi research an der Uni Regensburg durchgeführte Studie “E-Commerce in Deutschland”, die Ende 2008 veröffentlicht wurde.
Schwerpunkte der Studie sind die Themen Vertriebsmanagement und Web-Controlling, Zahlungsabwicklung, Risiko- und Forderungsmanagement, Versandabwicklung und Verkauf ins Ausland. Vertriebspartner-Report fasst die Ergebnisse zusammen…
Die Studie basiert auf einer Online-Befragung, an der sich im August und September 2008 fast 700 deutsche Online-Händler beteiligt haben.
45% der befragten Händler sind erst seit weniger als drei Jahren im Internet aktiv. Beim Großteil der Anbieter handelt es sich um kleine Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, Hauptzielgruppe sind Privatkunden.
Statistiken
Fast die Hälfte der Shops hat pro Woche mehr als 1.000 Besucher, die durchschnittliche Besucheranzahl pro Woche liegt bei rund 4.500. Durchschnittlich ist eine Konversionsrate von 12% der Bestellungen zu verzeichnen.
Aktive Marketingmaßnahmen
Bezüglich der aktiven Marketingmaßnahmen rangiert vor allem die Platzierung der jeweiligen Shops in den Suchmaschinen ganz oben. Drei Viertel der Händler setzen auf Suchmaschinenoptimierung um Besucher anzulocken, über die Hälfte schaltet Suchmaschinenwerbung. Hierbei wird als größte Herausforderung die Identifizierung geeigneter Key-Words genannt.
Rentabilität
Über die tatsächliche Rentabilität eigener Marketing-Kampagnen kann dagegen lediglich etwa die Hälfte der Händler Auskunft geben. Die Öffnungsrate von Newslettern wird beispielsweise sogar nur von jedem fünften Anbieter ermittelt. Dies überrascht, da jeder vierte Händler mehr als 10.000 Euro pro Jahr für Marketing ausgibt, bei zwei von fünf sind es mehr als 5.000 Euro.
Zahlungsabwicklung
Im Bereich der Zahlungsabwicklung konnte sich vor allem PayPal erfolgreich etablieren und wird auf Seite der Verkäufer häufig vor Rechnung, Kreditkarte und Lastschrift bevorzugt. Zukünftig ist jedoch bei der Akzeptanz von Kreditkarten das größte Wachstum zu erwarten, gefolgt von den Direktüberweisungs-Verfahren sofortüberweisung.de, giropay sowie wiederum PayPal. Zahlungsstörungen treten häufig bei Zahlungen per Rechnung und per Lastschrift auf.
Woran es noch hapert
Vernachlässigt wird häufig auch die Benutzerfreundlichkeit des eigenen Webauftritts – nicht einmal jeder dritte Händler analysiert das Kundenverhalten im Shop…
Die kompletten Studienergebnisse sind einzusehen unter:
http://pc53667.uni-regensburg.de/ecl/E-Commerce_in_Deutschland.pdf
Partner der Studie: atriga, ConCardis, creditPass, etracker, EURO-PRO, Hermes Logistik Gruppe, Luupay, Saferpay, xt:Commerce
Wichtigste Keywords für diesen Artikel: E-Commerce, Deutschland, Bitkom
